Volksschule Wildflecken: Schulleben und Projekte



Das Behindertenprojekt

Frau Kirchner ist durch eine Krankheit seit etwa zwei Jahren an den Rollstuhl gebunden.
Sie ist Hausfrau und kann diese Dinge selbst erledigen: bügeln, waschen, kochen, putzen. Beim Wäscheaufhängen und Bettenmachen braucht sie die Hilfe ihres Mannes.
Trotzdem organisiert sie jeden Monat Treffen für Behinderte. Dort Singen sie Lieder und erzählen sich Witze. Manche Leute haben niemanden, der ihnen hilft. Sie sind jeden Tag alleine zu Hause und bekommen selten Besuch.
Sie bittet darum, dass gesunde, junge Menschen ihre Hilfe anbieten sollen. Falsch kann das nie sein. Man kann auch so mal ins Gespräch kommen und sich ein bisschen kennen lernen.

Liebe Frau Kirchner,

wir bedanke uns für Ihre Offenheit und ihre Tipps.

Vera, Janina, Ines

 
 
Ein Rollstuhlfahrer

Herr Seuffert ist 38 Jahre alt. Wegen eines Unfalls sitzt er seit 22 Jahren im Rollstuhl. Sein Hobby ist Basketball spielen

Viele Menschen denken, dass Behinderte keinen Sport treiben können, doch wissen sie nicht, dass es über 20 Behindertensportarten gibt.
Eine davon ist das Rollstuhlbasketball.
Die Regeln sind die gleichen wie beim normalen Basketball, aber die Behinderten haben spezielle Rollstühle. Die Räder der Rollstühle sind schräg, damit sich die Sportler nicht die Finger einklemmen, wenn sie mit anderen zusammenstoßen und um besser um die Kurve zu kommen. Sie haben außerdem besondere Schutzstangen, die vor Verletzungen schützen. Die Spieler können beim Werfen nicht nach hinten kippen, weil ein drittes Rad hinten am Rollstuhl angebracht ist. Falls die Rollstuhlfahrer doch umkippen sollten, können sie sich durch ihre Kraft in den Armen schnell und selbstständig wieder aufrichten.
Es gibt für die behinderten Basketballspieler ebenso eine Bundesliga wie für „normale“. Auch Welt - und Europameisterschaften finden statt. Bei den diesjährigen Paralympics waren die deutschen Sportler zum Beispiel sehr erfolgreich.

Herr Seuffert hat diesen besonderen Basketballrollstuhl mitgebracht. Er hat uns sogar erlaubt, dass wir mal in einem solchen Rollstuhl sitzen dürfen, um von dort in den Basketballkorb zu werfen. Ich fand das gar nicht so leicht, aber Herr Seuffert, kann das ganz toll!

Wir haben ihm auch noch ein paar Fragen gestellt. Zum Beispiel: „Wie ist das, wenn man im Krankenhaus erfährt, dass man für immer im Rollstuhl sitzen muss?“ Herr Seufert hat darauf geantwortet: „Man fällt als erstes in ein tiefes Loch. Man kann nicht glauben, dass man im Rollstuhl sitzen muss. Ohne meine Freunde hätte ich mich nicht zurecht gefunden.“


Lieber Herr Seuffert,

schön, dass Sie uns Rollstuhlbasketball erklärt haben. Wir bedanken uns für Ihr Kommen.

Sabrina, Laura, Manuela, Sebastian G., Maximilian

 
Herr Schlereth hat uns von einigen Problemen erzählt, die man als Rollstuhlfahrer im Alltag hat.

Es ist schwer,
· auf den Gehsteig zu kommen und dabei das Gleichgewicht zu halten.
· enge Kurve zu fahren.
· Einkäufe zu machen, wenn die Sachen hoch oben im Regal stehen.
· auf ein „normales“ Klo zu gehen, weil dort zu wenig Platz ist.
· nach dem Einsteigen ins Auto den Rollstuhl in den Wagen zu bekommen.

Wir haben in der Turnhalle dann mal das ausprobiert:
Matten waren die Bordsteinkanten der Gehsteige. Wir sind mit Rollstühlen draufgefahren und auf der anderen Seite wieder runter.
Um enge Kurven zu üben, fuhren wir Slalom.
In Geschäften ist es manchmal sehr eng. Zwei Kästen standen nahe beieinander. Da mussten wir durch.

Lieber Herr Schlereth,

schön, dass Sie uns die alltäglichen Probleme beschrieben haben. Wir bedanken uns für Ihr Kommen.

Dominik, Lisa, Patrick, Tobias, Tobias


 
 
 Eindrücke

Mir war neu:
· dass man durch Zucker sein Bein verlieren kann.
· dass beim Rollstuhlbasketball der Korb so hoch hängt, wie beim „normalen“ Basketball.
· dass es so viele verschiedene Sportarten für Rollstuhlfahrer gibt.

Es ist ein Wunder,
· dass die Betroffenen mit ihrer Behinderung so gut zurecht kommen.
· dass sie ihr Leben weiter leben, so wie es jetzt ist.

Es war schön:
· dass die Rollstuhlfahrer gekommen sind und sich für uns Zeit genommen haben.
· dass wir mit Rollstühlen fahren durften.
· dass sie uns so viel erzählt haben.

Selina, Kerstin



 

 

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